Nikolausgedicht zum 6. Dezember
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Der Pelzemärtel

Die Winde sausen um das Haus,
es stürmt daher der Winter.
Nun schaut Pelzmärtel Nikolaus
nach euch sich um, ihr Kinder.
Da will ich sehen, was er sagt,
wenn er nun Vater und Mutter fragt,
ob ihr auch brav gewesen.

Horch! Kommt er nicht die Trepp’ herauf?
Hört ihr nicht poltern und schnaufen?
Jawohl, er ist’s! - Die Tür geht auf. -
Ihr braucht nicht fortzulaufen
und dürft auch nicht erschrecken
vor Ruten und vor Stecken,
sieht er auch gleich zum Fürchten aus!

Nun schaut er rings die Kleinen an
und spricht: "Ihr frommen Kinder,
ihr sollt mir alles Gute han!
Ich bring euch für den Winter
hier Äpfel und Birnen und Mandelkern,
Lebkuchen und Nüsse und Zuckerstern;
da füllt euch Kappen und Taschen!

Die Kinder klauben und freuen sich sehr;
doch finster brummt der Alte:
"Nun gebt mir die bösen Buben her,
die trag ich mit fort zum Walde!"
Der Vater spricht: "Sie sind alle brav
und brauch weder Zank noch Straf’;
sie folgen und lernen mit Freuden!"

Da sagt der Märtel: "’s freut mich doch,
daß wir euch Freude machten.
Seid nur recht brav, dann gibt’s auch noch
recht fröhliche Weihnachten!
Ade, ihr Kinder! Bleibt nur hier!" -
Nun schlürft er wieder hinaus zur Tür
und stolpert die Stiege hinunter.

Doch horch, wie schrei’n im Nachbarhaus
die bösen Knaben und Mädchen!
Ha, sieh! Der Nikolaus kommt heraus,
im Sack den Fritz und das Gretchen.
Nun hilft kein gutes, kein böses Wort;
der Pelzmärtel trägt sie fort
zu den Wölfen und Bären im Wald.

Franz Graf von Pocci



Großvater als St. Nikolaus

"Weihnachten kommt. Von Haus zu Haus
Geht wieder um St. Nikolaus.
Stellt, Kinder, jedes seinen Schuh
Vors Fenster und seht morgen zu!
Mit Spielwerk und mit Zuckerkant
Füllt er den Schuh euch bis zum Rand."
Die Kinder stellen die Schühchen raus,
Großvater spielt St. Nikolaus . . . .

In dunkler Nacht um halber vier
Da trommelt's an die Kammertür.
Die Jungens brechen bei mir ein,
Auch Mausi stolpert hinterdrein.
Ja, selbst das Baby, daß es schrie,
Als stäk's am Bratspieß, weckten sie.
Im bloßen Hemdlein, unbeschuht,
Tanzt um mein Bett die wilde Brut.
Sechs Händchen suchen mein Gesicht;
"Guck, Großpapa, was ich gekriegt!"
Sechs Händchen stopfen mir - o weh! -
In jedes Ohr ein Praliné.
Sechs Händchen kleben mir im Nu
Mit Fruchtbonbons die Augen zu.
Sie machen mir noch den Garaus.
Der Kuckuck spiel' St. Nikolaus!

Adolf Ey
Christoph, Ruprecht, Nikolaus

Ich kenn drei gute, deutsche Geselln
Mit großen Händen und Beinen schnelln;
Mit dicken Säcken auf breiten Buckeln
Stampfen sie eilig durchs Land mit Gehuckel;
Haben Eis im Bart
Und grimmige Art,
Aber Augen gar milde;
Führn Äpfel und Nüsse und Kuchen im
Schilde
Und schleppen und schleppen im Huckepack
Himmeltausendschöne Sachen im Sack.
All drei sind früher Heiden gewesen.
Der erste heißt Christoph: Auserlesen
Hat er in einer eisgrimmigen Nacht
Das Christkind über Wildwasser gebracht.
Ruprecht der zweite ist genannt:
Der fuhr voreinsten übers Land
Tief nächten in Gespenstergraus
Als Heidengott. Den Nikolaus,
Als wie der dritte ist geheißen,
Tät man als einen Bischof preisen.

Das ist nun all Legend und Mär,
Ich übernehme nicht Gewähr,
Dass just genau es so gewesen.
Habs nicht gesehn, habs nur gelesen.
Auf Schildereien jedermann
Die dreie freilich sehen kann.
Da ist der Ruprecht dick beschneet
Und derb gestiefelt fürder geht.
Drei Äpfel trägt der Nikolaus,
Sieht väterlich und ernsthaft aus.
Und Christopher im langen Bart
Ist heidenmäßig dick behaart,
Hat einen roten Mantel an
Und ist ansonst ein nackter Mann.

Die dreie nun, dass ihr es wisst,
Verehre ich als Mensch und Christ.
Sie sind so lieb und ungeschlacht
Und ganz aus deutschem Mark gemacht.
Mildherzig rau, kratzhaarig lind,
Des deutschen Gottes Ingesind.

Die guten Knechte, reichen Herrn!
Sie dienen gern und schenken gern,
Wolln keinen Dank, wolln keinen Lohn,
Sind in sich selbst bedank lohnt schon.

Grüß Gott ihr dreie miteinand
Im lieben weiten deutschen Land!
Christoph, Ruprecht, Nikolaus!
Schüttet eure Säcke aus,
Schüttet sie mit Lachen,
Blickt mit hellen Augen drein
Und lasst wohl gesegnet sein
Eure Siebensachen.

Otto Julius Bierbaum



Seine Arme schwer beladen
Theilt, ein heil'ger Nikolaus,
Apfelbaum in Huld und Gnaden
Seine vollen Früchte aus.

An den Zweigen neu erglommen
Seh' ich manche Blüthe zart;
Ist der Frühling wieder kommen,
Hat sich Herbst und Lenz gepaart?

Wie sich Frucht und Blüthe mischen!
Glich ich einst dem schönen Baum:
Edle Thaten und dazwischen
Einen holden Jugendtraum!

Johann Pfeifer


















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